Lagarde äußert sich positiv über Kryptowährungen

Lagarde äußert sich positiv über Kryptowährungen

Die Chefin des internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, hat sich positiv über die neuen Kryptowährungen geäußert. Damit hebt sie sich von anderen Investmentbankern, wie JP Morgan Chef Dimon ab, die den Bitcoin & Co eher als Bedrohung für das Fiat-System sehen denn als beachtenswerte Innovation der Finanzwelt.

Lagarde
Christine Lagarde, Chefin des IWF, sieht den Entwicklungen im Bitcoin und anderen Kryptowährungen äußerst positiv entgegen.

Lagarde geht davon aus, dass Kryptowährungen in den nächsten 20 Jahren unsere Zahlungssysteme revolutionieren und vor allem in Ländern mit hochvolatilen Währungen Stabilität bringen könnten. Zu denken wäre hierbei zum Beispiel an Venezuela, wo sich bereits ein großer Teil der Bevölkerung in Bitcoin flüchtet, um der galoppierenden Inflation der Landeswährung zu entgehen. In diesen Ländern wird bislang gerne auf den US-Dollar als inoffizielles Zahlungsmittel zurückgegriffen, da er als Weltleitwährung über ein renommiertes Ansehen und eine gute Kursstabilität verfügt.

Noch viele Baustellen

Doch betrachtet man sich einmal den Kursverlauf des Bitcoin bei Tageslicht, kann man beileibe nicht von einer stabilen Währung sprechen. Rapide Kurssprünge von 50 und mehr Prozent sind eher die Regel als die Ausnahme. Hinzu kommt, dass der Bitcoin einen wahnsinnigen Deflationswettlauf hinlegt der weitgehend darauf zurückzuführen ist, dass die Ausgabe an Bitcoins auf rund 21 Millionen Stück begrenzt sein wird. Bitcoin-Investoren und Anleger freuen sich natürlich über die beispiellose Aufwertung der Kryptowährung, doch ein solches Finanzinstrument dient eher als Spekulationsobjekt denn als seriöses Zahlungsmittel. Wer würde ernsthaft für ein paar Bitcoins einen Hamburger oder ein paar Schuhe kaufen, wenn diese morgen schon das dreifache Wert sein können? Jeder möchte jetzt noch ein Stück vom Kuchen haben.  Doch die dahinterliegende Blockchain-Technologie wird die Finanz- und Verwaltungswelt nachhaltig prägen – unabhängig davon was letztendlich mit dem Bitcoin selbst passiert. Immerhin gibt es mittlerweile mehrere Hundert weitere Kryptowährungen, in der Insider-Sprache auch Alt-Coins genannt, die alle auf einer ähnlichen Technologie basieren. Wer sich letztendlich durchsetzt, kann heute noch niemand sagen – die Bitcoin-(R)evolution hat gerade erst begonnen!

Gegenwind von Staaten und Finanzjongleuren

Anders als Lagarde sehen Russland und China die aktuelle rasante Entwicklung der Kryptomanie. Während Russland vor kurzem die Bremse zog und kurzerhand den Zugang zu Kryptobörsen von Russland aus blockiert hat, ist China hier hier auf einem Schlingerkurs, den keiner so richtig versteht. Einerseits wurden bereits ICOs in China verboten, andererseits arbeitet die kommunistische Staatsführung angeblich selbst an einer von staatlicher Seite emittierten Kryptowährung. So genau scheint es derzeit keiner zu wissen.

Noch viele Fragezeichen – und was sagt Trump?

Noch haben wir kein offizielles Statement vom “liberalsten Land der Welt” und seinem aktuellen Präsidenten, Donald Trump. Doch Kryptofreunden seien mit folgenden Überlegungen konfrontiert. Einerseits ist es schwer möglich, den Bitcoin zu “verbieten”, da er dezentral bei jedem Bürger gelagert werden kann. Andererseits gilt zu bedenken, dass man mit Kryptowährungen kinderleicht

  • von den USA verhängte Sanktionen umgehen kann,
  • Steuerhinterziehung und Geldwäsche betreiben
  • sowie den Terrorismus finanzieren kann und dabei

völlig unter dem Radar der langjährig etablierten Kontrollorgane fliegt. Zudem steht die Frage im Raum, wie die USA reagieren werden, wenn der Bitcoin oder eine andere Kryptowährung sich anschickt, den US-Dollar als Weltleitwährung zu torpedieren, der bislang weitgehend unangefochten über allen anderen Währungen thront. Neueren Informationen von Coindesk zufolge sollen daher auch Kryptowährungsbestände bei einer Einreise in die USA deklariert werden müssen.

Werden sich der Bitcoin und andere Kryptowährungen durchsetzen oder handelt es sich hierbei nur um eine temporäre Blase, die sich nach kurzer Zeit wieder in Wohlgefallen auflöst? Nutzen Sie die Kommentarfunktion unter diesem Artikel um Ihre Meinung zu der Thematik zu sagen!

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